Die Welt aus Sicht der „neuen“ Wissenschaften: Sind wir wirklich genetisch determiniert?

Wie wir heute wissen, lebt in jedem Menschen eine vielbeschäftige Gemeinschaft von ungefähr 50 Billionen Zellen. Zum Vergleich: eine Billion sind 1.000 Milliarden, auf unserer Erde leben am Ende des Jahres 2015 ungefähr 7,4 Milliarden Menschen, in einem einzigen Menschen leben demnach also so viele Zellen wie auf circa 6.800 Erden. Eine gigantische und nahezu unvorstellbar große Anzahl.

Was wir heute weiterhin wissen: diese Zellen haben im Laufe der vergangenen Jahrmilliarden Jahren ihre Prozesse ständig verfeinert, ja, wir können sagen: sie haben Bewusstsein entwickelt.

Seit die Molekularbiologen James Watson und Francis Crick im Jahre 1953 den sogenannten genetischen Code des Menschen entdeckt haben, besteht die weitverbreitete Auffassung, unser gesamtes Schicksal und auch das Verhalten unserer Zellen seien unveränderlich in unseren Erbanlagen, unseren Genen festgeschrieben. Dieses (inzwischen veraltete) wissenschaftliche Konzept trägt den Namen „Genetischer Determinismus“.

Diese Sichtweise trägt leider auch einen leidvollen Aspekt in sich: der Einzelne könnte glauben, dass er sowieso nichts an seinem Leben sowie seinem Gesundheitszustand verändern oder sogar verbessern kann, weil wir alle letztendlich das Opfer genetischer Kräfte sind. Noch was: diese Einbahnstraße öffnet der Verantwortungslosigkeit Tür und Tor, im persönlichen wie auch im kollektiven Umfeld.

Während die Quantenphysik das starre Weltbild der Newton´schen Physik erschütterte (und schließlich „sprengte“ und unendlich erweiterte), begannen Forscher biologischer Zusammenhänge eine ganz neue und revolutionäre Einsicht in die Funktionsweisen des Lebens zu gewinnen: der Wissenschaftszweig der Epigenetik war geboren (die Vorsilbe Epi hat griechische Wurzeln und heißt auf, über).

Ihre Entdeckung besagt, dass unser (gesundes wie auch „ungesundes“) Leben durch etwas gesteuert wird, das höher steht als die Gene selbst. Die Forscher stellten fest, dass Umweltsignale ebenfalls Einfluss auf die Genaktivität nehmen und Signale in den Zellkern senden. Diese Signale ihrerseits wählen im Zellkern in der Folge Genvorlagen aus und steuern die Herstellung von Proteinen.

Aus Sicht des „Genetischen Determinismus“ besteht ein Genom nur aus sogenannten Read-Only Programmen, die unabhängig von äußeren Umweltfaktoren funktionieren. Unter Read-Only Programmen sind (Computer)Programme gemeint, die nur stupide ihr Programm abspulen können, ohne Möglichkeit der Veränderung oder gar Weiterentwicklung. Heute wissen wir, dass epigenetische Einflüsse der Umwelt darauf Einfluss nehmen, wie der genetische Code abgelesen wird.

Und nun wird es spannend: Je nach Art des Umweltsignals kann der epigenetische Mechanismus bewirken, dass ein Gen gesunde oder „kranke“ (dysfunktionale) Proteine herstellt. Und jetzt wird es magisch: Durch unterschiedliche Umwelteinflüsse können aus derselben genetischen Vorlage über 30.000 (in Worten: dreißigtausend) verschiedene Proteine hergestellt werden. Das heißt konkret: Gene steuern nicht unser gesamtes biologisches Leben, nein, sie werden sozusagen vom Leben als molekulare Vorlagen verwendet, als Bauzeichnungen für den Architekten. Und wer ist dieser Architekt: Ja, genau, dieser Architekt sind wir selbst! Schluss mit der deterministischen Opferhaltung! Je mehr wir uns für dieses „Etwas“ interessieren, das unser Leben steuert, umso mehr können wir zum (Mit)Schöpfer unseres Lebens und auch des Kollektivs werden.

Wow, das ist eine atemberaubende und radikale Entdeckung, die wir uns nochmal gemeinsam „auf der Zunge zergehen“ lassen sollten. Was genau sagt die Epigenetik?

  • Alle Organismen stehen in direkter Wechselwirkung zu ihrer Umgebung, zum Milieu, in welchem sie leben
  • Unsere Wahrnehmungen setzen epigenitische Mechanismen in Gang
  • Aus derselben genetischen Vorlage können (je nach Wahrnehmung der Umwelt) bis zu 30000 verschiedene Proteine gebildet werden.
  • Unsere Wahrnehmungen steuern nicht nur unser Verhalten, sie steuern auch die Aktivität unserer Gene
  • Folge: zu jeder (bewussten) Sekunde haben wir aktiven Einfluss auf unseren genetischen Ausdruck
  • Wir sind ein Leben lang lernende Organismen, wir können auf dynamische Art unsere „Biologie“ beeinflussen.
  • Wir sind nicht hilflose Opfer unserer „Erbmasse“, sondern Mitschöpfer eines gesunden Lebens und Miteinanders
  • Ein wesentliches Prinzip der Quantenphysik besagt: „Wir bestimmen unsere Realität selbst!“
  • Unser Immunsystem steuert zwar unser inneres Umfeld, unser Bewusstsein beeinflusst jedoch auch unser Immunsystem und damit unsere Gesundheit und Wohlbefinden
  • Unsere Gene bestehen (flapsig in Computer-Sprache ausgedrückt) aus „Read-and-write“ Programmen und nicht nur aus Read-only Programmen (wie der „Genetische Determinismus“  annimmt und behauptet). D.h.: Sie können sich weiterentwickeln und sozusagen ein neues Programm schreiben.

Nehmen wir diese Erkenntnisse als Chance, die Zügel für das eigene Leben (wieder) in die Hand zu nehmen, leben, statt gelebt zu werden. Eine Hilfestellung hierzu wollen wir Ihnen mit den Produkten von Cosmic Lights Balancing anbieten, frei nach dem Motto von Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun!“

Modifizierter Artikel aus dem Buch von Thomas KünneHeilen mit kosmischen Farben

2017-05-02T10:12:20+00:00Tags: , , , , |