Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun

Der Ton des Seins erklingt ohne Unterlass. Die Frage ist, ob wir als Instrument so gestimmt sind, dass er in uns wiedertönt und wir ihn hören. (Karlfried Graf Dürkheim)

Unendlich viele Wesenheiten tragen ihre Schwingungen von innen nach außen, viele davon können wir mit unseren menschlichen Ohren auch wahr-nehmen: das Zwitschern der Vögel, das Bellen des Hundes, das Schnurren und Miauen der Katze, den Gesang des Wales, das Grunzen des Schweines, die Rufe des Käuzchens, das Wiehern des Pferdes. Sicherlich fallen jedem Menschen hierzu weitere Beispiele aus seinem individuellen Lebensumfeld ein.

Schwingungen der Natur hören wir unter anderem als Knistern des Feuers, Säuseln des Windes, Plätschern des Wassers, Prasseln des Regens, Donner des Gewitters, Rauschen des Wasserfalls, Peitschen des Orkans oder als krachenden Erdrutsch. Alle vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft geben ihre signifikanten Schwingungen an die Umwelt weiter.

Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun
Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun
Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun
Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun

Auch die sogenannte „tote Materie“ schwingt ohne Unterlass, heutige Quantenphysiker können nur bestätigen, was Heraklit vor sehr langer Zeit schon wusste: „Alles schwingt“.

Eine berechtigte Frage in der jetzigen Fische-Phase (20. Februar bis 20. März) könnte nun lauten: „Wenn alles schwingt, wie schwinge ich dann mit? Schwinge ich in einem Teilchenmeer aus Wohlbefinden und Gesundheit oder befinde ich mich in einem Strudel, der mich auf Dauer unglücklich und krankmacht?“

Für mich lautet dabei das Zauberwort RESONANZ, allen voran Resonanz auf unser Milieu, in dem wir leben (müssen). Doch der Reihe nach: Ökonomisch betrachtet, muss unsere „Wirtschaft ständig wachsen“, Produktivität und Konsum sind dabei die unbestechlichen Gradmesser. Und: beide müssen immer mehr werden, immer schneller und auch effizienter.

Diese systematische Eskalationstendenz, dieser Zwang zur Steigerung, prägt und verändert unser Leben als Gesellschaft und Individuum grundlegend und führt schließlich unablässig in Krisen in allen Bereichen unseres Seins: die Krise der Demokratie, die ökologische Krise und die Psychokrise des Individuums (wachsende Burnout-Raten), um nur die wichtigsten zu nennen.

Denn: Wir müssen immer mehr leisten, um unseren Status Quo zu erhalten.

Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun
Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun

Wie krank ist das denn?

Genauso krank, wie den normalen und gesunden Fluss von Bächen bis Strömen durch Mauern zu „kanalisieren“ bei gleichzeitiger Verunreinigung und Abtöten des biologischen Milieus. Kurz: Er muss mehr Leistung bringen, bis er ebenso umkippt wie der Angestellte in der Leistungsgesellschaft.

In unseren westlichen Gesellschaften vollzieht sich derzeit etwas Tragisches: Immer mehr Menschen verlieren Ihre Resonanz und damit ihre Empathie und Ihr Mitgefühl. Oder schlimmer noch: das Pendel schlägt ins Gegenteil um.

Symptome dieser Entwicklung? Ja, hier Beispiele:

  • Rettungsdienste wie Feuerwehr, Krankenwagen oder Polizei werden behindert, bespuckt oder geschlagen, wenn sie helfen wollen
  • Rettungsgassen werden z.T. absichtlich NICHT eingehalten
  • Verunglückte werden von Gaffern mittels Handykamera in soziale (oder eher asoziale) Netzwerke gepostet

Vom britischen Psychiater Ronald D. Laing (1927-1989) stammt das Zitat: „Der Zustand äußerer Dunkelheit ist ein Zustand der Entfremdung vom inneren Licht“.

Ich möchte ergänzen: durch Verlust der Resonanz.

Dann wird es dunkel, das Licht der Menschlichkeit versiegt, randalierende Zombies ziehen wie ein Mob durch die Straßen. Willkommen in Dunkelerde.

Was können wir als Individuum tun?

Die Fischezeit ist eine stimmige Zeit, um unsere eigene Resonanz zu (über)prüfen und eventuell neu „einzutunen“ää. Hierzu einige Fragen:

  • „Wann und wobei wurde ich in jüngster Vergangenheit emotional berührt?“
  • „Fühle ich mich immer öfter in einem Hamsterkäfig, in dem ich mich bis zur Erschöpfung abstrampeln muss?“
  • „Muss ich immer mehr arbeiten und leisten, um meinen derzeitigen Lebensstandard auch in Zukunft zu halten!“
  • „Wie oft gehe ich die Natur und lausche den Elementen?“
  • „Wäge ich Informationen, die auf mich einprasseln, auf ihre Wirkung ab oder fühle ich mich denen hilflos ausgeliefert.  
  • „Habe ich schon mal darüber nachgedacht, bedürftigen Menschen in caritativen Einrichtungen ehrenamtlich zu helfen?“
  • „Habe ich das latente Gefühl, langsam aber sicher abzustumpfen?“
  • „Wo ist der Ort, der mir selbst die notwendige Nestwärme für mich und mein Leben gibt?“
  • „Blicke ich mit Optimismus ist meine Zukunft oder mit Angst, Misstrauen und Pessimismus?“
Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun

Noch ein Zitat (von Oskar Adler): „Je sinnentleerter der Mensch, desto mehr ist er von Äußerlichkeiten bestimmt“.

Ja, richtig, der Sinn entsteht IN UNS, jeden Tag auf das Neue. Ebenso der Un-Sinn, die Frage lautet: Müssen wir jeden Un-Sinn mitmachen oder ist es nicht sinnvoller, mit sich, seinen Nächsten und schließlich der gesamten Schöpfung in eine liebevolle, achtsame und respektvolle Resonanz zu gehen?

Info-Brief Februar 2018: Fische / Neptun

Erkennen wir (nicht nur zur Fischezeit) diese tiefe Wahrheit:

Der Ton des Seins erklingt ohne Unterlass. Die Frage ist, ob wir als Instrument so gestimmt sind, dass er in uns wiedertönt und wir ihn hören.

Herzlichst,
Euer Thomas

2018-02-25T11:21:32+00:00